Multiple Sklerose

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Tanz- und Bewegungstherapie bei Multipler Sklerose   


Körperwahrnehmung für die Stärkung der Tiefensensibilität
Kraft für den Körper und die Psyche
Positive Emotionen - Stärkung des Immunsystems

 


Multiple Sklerose

ist eine durch Immunschwäche verursachte degenerative Erkrankung der Nervenbahnen, was zu unterschiedlichen Funktionsstörungen führt. Davon betroffen sein können z. B. die Blasenaktivität, die Sexualiät, die Motorik (Lähmungen, Spastik, Zittern etc.), die Sensorik (Empfindungsverlust und -verzerrungen, «Wattegefühl»), das Denken, das Gedächtnis und die Emotionen.
Multiple Sklerose wird weder vererbt, noch kann eine zuverlässige Verlaufsprognose gestellt werden, allerdings können sich die Schutzschichten der Nervenbahnen regenerieren.

 

Selbstkompetenz für betroffene Menschen

Die Anpassungsfähigkeit an die Krankheit ohne Verlust der Lebenskraft ist ein wichtiger Faktor für betroffene Personen. Die Stärkung des Immunsystems kann Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Die Arbeit mit den erlebten Emotionen beeinflusst das Nervensystem, das seinerseits direkt auf das Immunsystem einwirkt. Negative Emotionen wie Angst, Wut und Verzweiflung, ob bewusst, unbewusst, oder verdrängt, haben Signalfunktion und machen Sie auf etwas aufmerksam. Emotionen sind Lebenskraft, zurückgehaltene Emotionen mindern die Lebenskraft. Wenn Sie sie als Signale für etwas erkennen, sie zum Ausdruck bringen, wird das Immunsystem gestärkt, Depressionen und Fatigue werden abgeschwächt.
Positive Emotionen, die Sie zu Lebensfreude, Bindungsfähigkeit und Selbstwertgefühl führen, stärken das Immunsystem, fördern das Selbsterleben und die Körperwahrnehmung und verbessern das Selbstgefühl.
Erwiesenermassen stärken gezielte Bewegung und das Bewegungserleben die positiven Emotionen und schwächen die negativen Emotionen ab. Bewegung wirkt stressreduzierend und stärkt das Selbstvertrauen.

 

to live with it – damit leben
to cope with it – es meistern
to learn from it – davon lernen
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Der Schwerpunkt der Tanz- und Bewegungstherapie bei MS

besteht aus drei Bereichen:

  • Selbstwahrnehmung durch Bewegungswahrnehmung und Körperbewusstsein als Grundlage für das Embodiment. Dafür werden unterschiedliche Techniken und Methoden aus der Tanz- und Bewegungspraxis angewendet.

Sie lernen Ihren Körper mit seinen Blockaden, seiner Durchlässigkeit sowie seiner Kraft kennen und akzeptieren. Sie entwickeln in diesem Prozess Ihr Körperwohlbefinden.

  • Embodiment zur spezifischen Unterstützung des Nerven- und Bewegungssystems für den Beckenbereich. Dafür bietet sich für MS-PatientInnen die Arbeit mit dem Beckenboden an. Elemente des CANTIENICA®-Beckenbodentrainings stärken und entwickeln das Nerven- und Muskelsystem im Beckenbereich, wodurch die Blasen- und Blasenentleerungsfunktionen angesprochen werden.

Sie entwickeln ein Gefühl dafür, wie Ihr Becken die Organe "beheimatet". Gleichzeitig lernen Sie, wie Sie den Beckenboden und die gesamte Beckenmuskulatur aktivieren können, um den Organen die Voraussetzung für ihre Funktionen zu geben. Ausserdem lernen Sie, welche Aufgabe dem Becken als Zentrum des Körpers für die aufrechte Haltung, für sicheres Gehen
und für die Rumpfstabilität zukommt.

  • Bewegung erleben – Bewegung gestalten

Bewegung in der Tanz- und Bewegungstherapie belebt nicht nur, sondern stellt den direkten Kontakt mit dem emotionalen Erleben und seinem Ausdruck her. Bewegung wird nicht nur erlebt, sondern sie kann auch gestaltet werden.


Sie lernen

  • die Mitte zwischen ÜBER- UND UNTERFORDERUNG Ihrer Bewegungsmöglichkeiten zu finden.
  • Ihr Bewusstsein für Ihre körperlichen Möglichkeiten zu stärken
  • Ihre Emotionen und Ihren persönlichen emotionalen Ausdruck kennen und regulieren  
  • Ihre ureigenen Kräfte für Körper und Psyche miteinander zu verbinden.

 

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