Bewegen - Begegnen

Ein Projekt für geflüchtete Menschen  und BaslerInnen

Begegnen - Bewegen - Fremdsein erleben - in sich zu Hause sein erfahren - Bewegung verstehen - gemeinsam bewegen - unteschiedlich  bewegen - individuell bewegen - Andersartiges erfassen - Neues lernen - berührtsein erlauben

 

"...I had come to understand every culture as a unique collection of practices and received wisdom that, taken together, communicate a story about what it means to be human..." David Shepherd

 

EIn Projekt von zoeTanz vermittelt durch die Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge (KoFfF) Basel

 

Foto:Monica Protamnn&Stefan Ryser

An den beiden Nachmittagen erkunden wir einfache Bewegungen, die im Alltag vorkommen wie aufeinander zugehen, voneinander weggehen, sich einander zuwenden, voneinander abwenden, miteinander gehen, sich einander die Hand reichen, etc.
Im Projekt erfahren wir, wie in unterschiedlichen Kulturen dieselben Bewegungen unterschiedlich interpretiert und dadurch möglicherweise anders verstanden werden.
Spielerisches Erkunden der eigenen Bewegung und einfühlendes miteinander-in-Bewegung kommen wechseln sich ab. Sie laden zum Verständnis füreinander und zum bewegten Erleben miteinander ein.


Die TeilnehmerInnenzahl ist auf höchstens 14 TeilnehmerInnen beschränkt.

Keine Kosten, freiwilliger Beitrag oder Kuchenspende (bitte anmelden) möglich.

 

Projekttermine 2017

Sonntage, jeweils von 15h00 bis 17h00

26.Februar/ 30.April./11.Juni/ 24.September (nur für Frauen, mit Kinderhütedienst)/ 26.November

 

Das war der erste Projektnachmittag am 17. September 2016

Zuerst trafen die Baslerinnen ein, gefolgt von der Gruppe, die sich in der Elisabethen getroffen und besammelt hat.
Die Baslerinnen waren erstaunt, wie offen sie von den geflüchteten Menschen begrüsst worden sind.

Die anfänglich  spielerische Namensrunde war manchmal etwas überraschend und spannungsvoll dadurch, dass die Namen  gegenseitig nicht nur anspruchsvoll zu merken, sondern auch oft schwierig auszusprechen waren. Die Mischung von Erinnern und Reaktionsbereit sein, führte zu achtsamen und auch überraschenden Momenten.

Danach haben wir uns mit Gesten begrüsst, allen TeilnehmerInnen waren sehr aufmerksam und neugierig, langsam wurden wir warm miteinander und das wachsende Vertrauen zeigte sich dadurch, dass wir mutiger wurden ohne die Achtsamkeit füreinander zu verlieren. Das hat mich beeindruckt.

Allmählich ging es dann in die Bewegung: Allein und miteinander gehend, in wechselnden Paaren durchspielten wir verschiedene Variationen: Immer den gleichen Abstand bewahren (sehr schwierig), einer rennt weg, der andere bleibt stehen, beide gehen weit weg voneinander ohne einander aus den Augen zu verlieren, Frage-Antwortspiel mit dem Körper etc, ergab viele Möglichkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln. Nach jeder Variation trafen wir uns im Kreis für eine kleine Soziometrie: Ich fragte nach Erleben und Empfinden, wer das Angesprochene erlebt oder empfunden hat, sollte in den Kreis treten. So wurden Gemeinsamkeiten, die sonst nicht ausgesprochen werden deutlich, was das Bonding und das Vertrauen deutlich wachsen liess. Es gab dabei auch sehr persönliche Rückmeldungen und die Resonanz in der Gruppe war sehr eindrucksvoll: Grosser Respekt und Staunen, aber auch Nachdenklichkeit war zu spüren.

Zm Schluss und als Verabschiedung durfte jeder eine Bewegung präsentieren, die dann alle aufgenommen haben und wir gemeinsam getanzt haben. Ich fing an und war ausserordentlich erstaunt, wie die ganze Gruppe sofort die Bewegung aufnehmen konnte, wir waren total in gemeinsamer Resonanz. Jeder hat sich freudig präsentiert und wurde von der Gruppe durch das Nachahmen und mitmachen kräftig unterstützt.

Beim Tee wurde rege geschwatzt, umarmt, gedankt und Kuchen gegessen. Herrlich und berührend!

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